Fallstudie · Schweiz
RTS
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Schweiz betreibt seinen Leser-Debattenraum mit Logora, in allen vier Landessprachen plus Englisch
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk der Schweiz; der Debattenraum «dialogue» spricht das ganze Land in seinen vier Amtssprachen an.
- 5 Bereitgestellte Sprachen
- /fr/ /de/ /it/ /rm/ /en/ Sprachspezifische URLs
- Native Moderationssprachen
Warum RTS sich für Logora entschied
Das Davor, und die Wette.
Davor · die Herausforderung
Die Schweiz ist verfassungsmäßig mehrsprachig. Öffentlich-rechtliche Redaktionsarbeit muss Leser auf Französisch, Deutsch, Italienisch und Rätoromanisch ansprechen, ohne eine Gemeinschaft gegenüber einer anderen zu bevorzugen, und eine englische Variante deckt Nicht-Schweizer und internationale Leserschaft ab. Die meisten Kommentar-SaaS-Tools setzen eine redaktionelle Sprache pro Deployment voraus. Ein separater Stack pro Sprache hätte fünf Moderationsteams, fünf Sätze von Toxizitätsregeln, fünf Leserdatenbanken und ein zersplittertes Lesererlebnis über die Sprachregionen hinweg bedeutet.
Danach · die Logora-Wette
Logora liefert ein einziges Deployment, das «dialogue» in allen vier Schweizer Landessprachen plus Englisch bereitstellt, mit sprachspezifischen URLs (dialogue.rts.ch/fr/, /de/, /it/, /rm/, /en/), lokalisierter Benutzeroberfläche je Sprache und einer Moderationspipeline, die Französisch, Deutsch, Italienisch und Englisch abdeckt. Öffentlich-rechtliche redaktionelle Standards (Neutralität, Barrierefreiheit) sind direkt in das strukturierte Debattenformat eingebaut, in dem Leser durchdachte Argumente statt Reaktionen beitragen. Das Hosting ist souverän in der EU bei OVH in Frankreich und erfüllt die schweizerischen Bundesvorgaben zum Datenschutz neben der DSGVO.
Fünf Sprachversionen, eine Plattform, ein Satz redaktioneller Regeln.
Die ganze Geschichte
Wie RTS dahin kam.
Der Raum «dialogue», in fünf Sprachen, auf einem einzigen Logora-Deployment
RTS, der französischsprachige öffentlich-rechtliche Rundfunk der Schweiz, betreibt den Leser-Debattenraum «dialogue» mit Logora. Dieselbe Plattform bedient das deutschsprachige, italienischsprachige, rätoromanischsprachige und englischsprachige Publikum auf einem einzigen Backend. Fünf Sprach-Frontends:
- Französisch — dialogue.rts.ch/fr/ — «dialogue» – des infos enrichissantes pour toute la Suisse
- Deutsch — dialogue.rts.ch/de/ — «dialog» – Hirnfutter für die ganze Schweiz
- Italienisch — dialogue.rts.ch/it/ — «dialogo» – un nutrimento per la mente per tutta la Svizzera
- Rätoromanisch — dialogue.rts.ch/rm/ — «dialog» – pavel per il tscharvè per tut la Svizra
- Englisch — dialogue.rts.ch/en/ — «dialogue» – food for thought for all of Switzerland
Jede Tagline ist idiomatisch lokalisiert, nicht übersetzt. Die rätoromanische Version ist besonders bedeutsam: Rätoromanisch wird von rund 60.000 Menschen in Graubünden gesprochen, und nur sehr wenige digitale Produkte außerhalb des Perimeters der SRG SSR liefern überhaupt eine Benutzeroberfläche in dieser Sprache. Logora tut es, auf demselben Deployment, das die anderen vier bedient.
Warum das für mehrsprachige Redaktionen wichtig ist
Die Schweiz ist nicht das einzige Land mit mehreren Amtssprachen. Kanada (Englisch und Französisch), Belgien (Niederländisch, Französisch, Deutsch), Spanien (Kastilisch, Katalanisch, Baskisch, Galicisch), Finnland (Finnisch und Schwedisch) und Irland (Englisch und Irisch) stehen alle vor derselben Einschränkung: Ein öffentlich-rechtliches oder nationales Presseprodukt muss mehrere Lesergemeinschaften gleichzeitig ansprechen, ohne eine von ihnen zum Nutzer zweiter Klasse zu machen.
Die traditionelle Antwort war, ein separates Kommentarsystem pro Sprache zu betreiben, was den Lesergraphen, die Moderationsregeln und die redaktionellen Standards fragmentiert. Das Deployment von RTS zeigt die Alternative: eine Plattform, ein Satz redaktioneller Regeln, mehrere Sprach-Frontends, native Moderation je Sprache. Das Lesererlebnis ist konsistent. Die Redaktion behält ein einziges operatives Werkzeug. Die Compliance-Haltung (DSGVO, schweizerisches DSG, öffentlich-rechtliche Neutralität) bleibt über alle vier Gemeinschaften hinweg gewahrt.
Öffentlich-rechtliche Anforderungen, standardmäßig eingebaut
Da RTS als öffentlich-rechtlicher Rundfunk agiert, sind die Anforderungen strenger als bei kommerzieller Presse:
- Redaktionelle Neutralität — das strukturierte Debattenformat führt die Leser von Reaktionen zu durchdachten Positionen. Argumente werden je Seite nach Leserstimmen geordnet, nicht durch redaktionelle Auswahl, was der Neutralitätspflicht entspricht.
- Barrierefreiheit — das Widget ist standardmäßig per Tastatur navigierbar und mit Screenreadern kompatibel, Anforderungen, die kommerzielle SaaS-Tools oft verfehlen.
- Mehrsprachige Moderation — die Prüfer bearbeiten jede Sprache nativ. Kein Umweg über Englisch, keine maschinelle Übersetzung im Entscheidungspfad.
- Souveränes Hosting — die Daten bleiben bei OVH in Frankreich. Keine US-Cloud, kein Schrems-II-Risiko, konform mit dem schweizerischen Bundesgesetz über den Datenschutz neben der DSGVO.
Für europäische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, nationale Redaktionen in mehrsprachigen Ländern oder jede Institution, die über das Hosting bürgerlicher Debatte ohne Kompromisse bei den redaktionellen Standards nachdenkt, ist RTS die lebendige Referenz. Buchen Sie ein 60-minütiges Gespräch, um durchzugehen, wie ein ähnliches Setup für Ihre Redaktion aussehen würde.
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