ARPU (Average Revenue Per User)

Durchschnittlicher Umsatz, den ein Verlag pro Abonnent und Zeitraum (meist monatlich) erzielt. Zusammen mit der Churn-Rate zeigt der ARPU, wie sich Produktentscheidungen – etwa für ein Kommentarsystem – auf den Abo-Umsatz auswirken.

ARPU ist der durchschnittliche monatliche (oder jährliche) Umsatz, den ein Verlag pro aktivem Abonnenten erzielt. Er ist neben der Churn-Rate die zweite zentrale Kennzahl für ein gesundes Abogeschäft: Ist die Churn-Rate zu hoch, spielt das ARPU-Wachstum keine Rolle; ist der ARPU zu niedrig, schlagen sich Verbesserungen bei der Churn-Rate nicht im Umsatz nieder. Die meisten Nachrichtenhäuser mit Abo-Modell zählen den ARPU zu ihren drei oder vier wichtigsten Steuerungskennzahlen.

Wie Logora den ARPU beeinflusst

Drei Effekte, die wir in europäischen Redaktionen mit Logora messen:

  1. Upgrade auf höhere Tarife: Abonnenten, die sich an Debatten beteiligen, wechseln häufiger in höhere Tarifstufen. Die Community wirkt als Premium-Merkmal: Der SPIEGEL beobachtete unter aktiven Kommentatoren einen messbaren Zuwachs beim Tarif „Plus“.
  2. Wechsel ins Jahresabo: Engagierte Kommentatoren wechseln häufiger vom Monats- zum Jahresabo (in unseren Projekten 15–25 Prozentpunkte mehr).
  3. Rückgewinnung: Wer gekündigt, sich aber zuvor an Debatten beteiligt hat, schließt mit höherer Wahrscheinlichkeit innerhalb von 12 Monaten erneut ein Abo ab.

Die Rechnung: Leserbindung × ARPU

Bei 500.000 Abonnenten und 15 € ARPU:

  • Basisumsatz = 7,5 Mio. € pro Monat
  • 21% nennen Debatten als Grund, ihr Abo zu behalten = Beitrag zur Leserbindung
  • Durchschnittlich 1–2 € mehr ARPU bei engagierten Lesergruppen = +100.000–200.000 € pro Monat

Der Gesamteffekt eines gut betreuten Kommentarsystems ergibt sich aus beiden Wirkungen zusammen – typischerweise das 5- bis 10-Fache dessen, was die Plattform selbst im Abo kostet.

Siehe Churn, Leserbindung und die Lösungsseite für Verlage & CEOs.

⌘K / Strg+K zum Öffnen