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Vorlage für eine Kommentar-Moderationsrichtlinie.

Eine Kommentar-Moderationsrichtlinie ist das öffentliche Regelwerk, das Ihrem Publikum sagt, was es veröffentlichen darf, was entfernt wird und wie diese Entscheidungen getroffen werden. Wer eine solche Richtlinie veröffentlicht, schafft Vertrauen in der Community, gibt dem Moderationsteam einen verbindlichen Maßstab an die Hand und geht einen konkreten Schritt in Richtung Einhaltung des Digital Services Act der EU.

Diese Vorlage eignet sich für Verlage, die Kommentarbereiche und Debatten betreiben, und für Marken, die Communitys auf ihren eigenen Kanälen moderieren. Kopieren Sie den folgenden Text, ersetzen Sie jeden Wert in [eckigen Klammern] durch Ihren eigenen und veröffentlichen Sie ihn dort, wo Ihre Community diskutiert.

Kommentar-Moderationsrichtlinie: [Name der Organisation]

Zuletzt aktualisiert: [Datum]. Kontakt: [moderation@example.com].

1. Zweck und Geltungsbereich

Diese Richtlinie erklärt, wie [Name der Organisation] Nutzerbeiträge in [Bereiche auflisten: Artikelkommentare, Debatten, Foren, soziale Kanäle] moderiert. Ihr Ziel ist es, die Diskussion sachlich, respektvoll und rechtmäßig zu halten, damit sich alle beteiligen können. Mit dem Veröffentlichen eines Beitrags erklären Sie sich mit diesen Regeln, unseren [Nutzungsbedingungen] und unserer [Datenschutzerklärung] einverstanden.

2. Was erlaubt ist

  • Beiträge zum Thema, die Informationen, neue Perspektiven oder ernst gemeinte Fragen einbringen.
  • Widerspruch und Kritik an Ideen, Argumenten und dem Handeln öffentlicher Akteure.
  • Quellen, Belege und Links, die Ihren Standpunkt stützen.
  • Klare, respektvolle Sprache, die für die gesamte Community verständlich ist.

3. Was entfernt wird

Wir entfernen Beiträge, die in die unten genannten Kategorien fallen. Die Liste ist beispielhaft, nicht abschließend.

  • Respektloses Verhalten: Beleidigungen, Belästigung, Drohungen, Trolling und mutwillige Störung der Diskussion.
  • Hassrede: Inhalte, die Menschen aufgrund von Herkunft, Ethnie, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung oder einem anderen geschützten Merkmal angreifen oder herabwürdigen.
  • Persönliche Angriffe: Angriffe auf andere Nutzer oder namentlich genannte Personen statt einer Auseinandersetzung mit ihren Argumenten, einschließlich Doxxing oder der Weitergabe privater Informationen.
  • Spam: wiederholtes Posten, Werbung, Link-Farming, Betrug und automatisierte Inhalte.
  • Illegale Inhalte: alles, was nach [geltendem Recht] rechtswidrig ist, einschließlich Verleumdung, Aufstachelung zu Gewalt, Urheberrechtsverletzungen und für Minderjährige schädlicher Inhalte.
  • Themenfremde Inhalte: Beiträge, die nichts mit der Diskussion zu tun haben, unter der sie veröffentlicht werden.

4. Wie Moderationsentscheidungen getroffen werden

Wir nutzen eine Kombination aus automatisierten Tools und menschlicher Prüfung. Die automatisierte Moderation markiert oder filtert Inhalte anhand der oben genannten Regeln; geschulte Moderatorinnen und Moderatoren prüfen Grenzfälle und bearbeiten Meldungen aus der Community. Die endgültige Entscheidung über strittige Inhalte liegt bei einer menschlichen Moderatorin oder einem menschlichen Moderator.

Wenn wir einen Beitrag entfernen oder ein Konto einschränken, teilen wir der betroffenen Person mit, was geschehen ist und warum. Diese Begründung nennt gemäß Artikel 17 des Digital Services Act der EU die angewandte Regel und, soweit relevant, ob automatisierte Tools an der Entscheidung beteiligt waren.

5. Einspruch und Rechtsbehelfe

Wenn Sie eine Moderationsentscheidung für falsch halten, können Sie Einspruch einlegen. Wenden Sie sich dazu innerhalb von [Anzahl] Tagen an [appeals@example.com] oder nutzen Sie [den Einspruchslink in der erhaltenen Mitteilung]. Wir prüfen den Einspruch und antworten Ihnen per E-Mail von [appeals@example.com]. Unsere Begründungen folgen Artikel 17 des Digital Services Act der EU, der Nutzerinnen und Nutzern eine klare und konkrete Begründung für Entscheidungen über ihre Inhalte zusichert. Alle weiteren Rechtsbehelfe, die Ihnen nach geltendem Recht zustehen, bleiben davon unberührt.

6. Sperren und Sanktionen

Unsere Maßnahmen richten sich nach der Schwere und Häufigkeit des Verhaltens:

  • Entfernen oder Ausblenden des Beitrags.
  • Eine Verwarnung.
  • Eine vorübergehende Sperre von [Anzahl] Tagen bei wiederholten Verstößen.
  • Eine dauerhafte Sperre bei schweren oder anhaltenden Verstößen oder bei illegalen Inhalten.

Schwere Verstöße wie Drohungen oder illegale Inhalte können zu einer sofortigen Sperre und, sofern erforderlich, zu einer Meldung an die zuständigen Behörden führen.

7. Transparenz

Wir legen offen, wie die Moderation bei [Name der Organisation] funktioniert. Wir veröffentlichen diese Richtlinie, halten sie aktuell und berichten [Häufigkeit, zum Beispiel jährlich] über unsere Moderation – im Einklang mit den Transparenzpflichten nach Artikel 24 des Digital Services Act der EU. Fragen zu dieser Richtlinie können an [moderation@example.com] gesendet werden.

So verwenden Sie diese Vorlage

  • Ersetzen Sie jeden Wert in [eckigen Klammern] durch Ihre eigenen Angaben (Organisation, Kontakte, Fristen, geltendes Recht) und löschen Sie anschließend alle Regeln, die für Sie nicht zutreffen.
  • Lassen Sie den Text vor der Veröffentlichung von Ihrer Rechtsabteilung oder Ihrem Datenschutzbeauftragten mit Blick auf das geltende Recht und Ihre konkreten DSA-Pflichten prüfen, denn die Pflichten unterscheiden sich je nach Plattform.
  • Verlinken Sie die Richtlinie überall dort, wo Nutzer Beiträge veröffentlichen, und ergänzen Sie Ihr Kommentarformular um einen kurzen Hinweis, damit die Regeln beim Schreiben sichtbar sind.
  • Überprüfen Sie sie mindestens einmal im Jahr und immer dann, wenn sich Ihre Tools, Ihr Team oder Ihre rechtlichen Anforderungen ändern.

Große Kommentarmengen moderieren – ohne die Regeln neu erfinden zu müssen

Eine Richtlinie ist nur so gut wie der Workflow dahinter. Logora verbindet KI-Moderation mit menschlicher Prüfung und DSA-konformen Begründungen, damit die oben stehenden Regeln auch tatsächlich konsequent durchgesetzt werden.

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